Aktualisiert: 03.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
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Noindex verhindert, dass eine Seite in den Suchergebnissen erscheint, blockiert aber nicht automatisch das Crawling.
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Nofollow weist Suchmaschinen an, über einen Link keinen PageRank an die Zielseite weiterzugeben.
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Disallow verhindert das Crawlen einer Seite über die robots.txt und schont dadurch das Crawl-Budget, verhindert aber nicht zwingend die Indexierung.
Noindex vs. Nofollow vs. Disallow im Überblick
Diese drei technischen Direktiven werden häufig verwechselt, steuern aber unterschiedliche Aspekte:
| Direktive | Steuert | Ort der Umsetzung |
|---|---|---|
| Noindex | Aufnahme in den Suchindex | Meta-Tag im <head> oder HTTP-Header |
| Nofollow | Weitergabe von PageRank über einen Link | rel-Attribut am einzelnen Link oder Meta-Tag |
| Disallow | Crawling-Erlaubnis für eine URL | robots.txt |
Wichtig: Diese drei Mechanismen lassen sich kombinieren, schließen sich aber teils gegenseitig in ihrer Wirkung aus.
Noindex: Bedeutung, Syntax und Verwendung
Das Noindex-Tag wird am häufigsten über einen Meta-Tag im <head>-Bereich einer Seite umgesetzt:
<meta name="robots" content="noindex">
Alternativ lässt sich dieselbe Anweisung über den HTTP-Header setzen, was sich besonders für Nicht-HTML-Dateien wie PDFs eignet:
X-Robots-Tag: noindex
Wichtige technische Falle: Damit Google das Noindex-Tag überhaupt sieht, darf die Seite nicht gleichzeitig über die robots.txt blockiert sein. Ist eine Seite disallowed, kann Google sie nicht crawlen und somit das Noindex-Tag nicht lesen. Die Seite kann in diesem Fall trotzdem (meist ohne Inhalt, nur mit URL) in den Suchergebnissen auftauchen.
Noindex eignet sich besonders für:
- interne Suchergebnisseiten
- Danke-/Bestätigungsseiten
- Filterseiten mit wenig einzigartigem Inhalt
- Duplicate-Content-Kandidaten
Noindex, follow: Die unterschätzte Kombination
Der Standardwert eines Meta-Robots-Tags ist immer index, follow. Wird explizit noindex gesetzt, ist der Folgewert oft entscheidend:
<meta name="robots" content="noindex, follow">
Diese Kombination sorgt dafür, dass eine Seite zwar nicht im Suchindex erscheint, ihre ausgehenden Links aber weiterhin gecrawlt und mit PageRank versorgt werden. Das ist relevant für Seiten wie paginierte Archivseiten oder Tag-Seiten: Sie selbst müssen nicht ranken, sollen aber weiterhin als Brücke im internen Linknetzwerk fungieren, damit tieferliegende Seiten erreichbar bleiben und Linkjuice erhalten. Wird stattdessen noindex, nofollow gesetzt, wird dieser interne Linkfluss komplett unterbrochen. Eine Entscheidung, die viele Websites unbewusst treffen und dadurch wertvollen internen Linkjuice verschenken.
Nofollow: Bedeutung, Syntax und Verwendung
Ein Nofollow-Attribut weist Suchmaschinen an, einem Link nicht zu folgen und keinen PageRank an die Zielseite weiterzugeben.
Auf Seitenebene (gilt für alle Links der Seite):
<meta name="robots" content="nofollow">
Auf einzelnem Link:
<a href="https://beispiel.de" rel="nofollow">Linktext</a>
Nofollow-Links kommen typischerweise vor bei:
- Nutzergenerierten Inhalten (Kommentare, Forenbeiträge)
- Gastbeiträgen und bezahlten Platzierungen
- eingebetteten Widgets oder Drittanbieter-Inhalten
- gezielter interner Steuerung von PageRank auf wichtigere Seiten
Googles erweiterte Link-Attribute seit 2019
Seit September 2019 unterscheidet Google zusätzlich zwei spezifischere Attribute:
<a href="..." rel="sponsored">Werbelink</a>
<a href="..." rel="ugc">Nutzergenerierter Link</a>
rel=“sponsored“ kennzeichnet Links mit Vergütungs- oder Sponsoring-Vereinbarung, rel=“ugc“ (User Generated Content) ist für Links in Foren- oder Kommentarbeiträgen vorgesehen. Google behandelt seither alle drei Attribute (nofollow, sponsored, ugc) als Hinweise („Hints“) statt als absolute Direktiven – PageRank-Fluss kann in Einzelfällen dennoch stattfinden.
Disallow: Bedeutung, Syntax und Verwendung
Ein Disallow-Eintrag in der robots.txt verhindert, dass eine Seite überhaupt gecrawlt wird:
User-agent: *
Disallow: /beispiel-seite/
Wichtige Konsequenz: Disallowte Seiten können keinen PageRank an andere Seiten weitergeben, da Google ihre Links gar nicht erst erfasst. Das Blockieren wichtiger Seiten kann daher gravierende Traffic-Einbußen zur Folge haben. Disallow-Einträge sollten deshalb ausschließlich gezielt und mit Bedacht gesetzt werden.
Disallow eignet sich besonders für:
- Login- und Admin-Bereiche
- große Bilddatenbanken oder Mediendateien ohne SEO-Relevanz
- interne Skript- und Systemverzeichnisse
- Schonung des Crawl-Budgets: Bei umfangreichen Websites verhindert Disallow, dass Crawler Zeit mit irrelevanten Seiten verschwenden, statt wichtige, aktuelle Inhalte zu erfassen
Noindex + Disallow: Warum diese Kombination riskant ist
Noindex und Disallow gleichzeitig einzusetzen, ist nur über die robots.txt möglich und in der Praxis oft kontraproduktiv: Ist eine Seite disallowed, kann Google das Noindex-Tag auf dieser Seite gar nicht erst lesen, da sie nicht gecrawlt wird. Wer eine Seite zuverlässig aus dem Index entfernen möchte, sollte daher ausschließlich Noindex verwenden und die Seite crawlbar lassen, bis sie sicher aus dem Index entfernt wurde. Erst danach kann optional zusätzlich ein Disallow gesetzt werden.
Canonical-Tag als Alternative zu Noindex
Bei Duplicate Content ist Noindex nicht immer die beste Lösung. Das Canonical-Tag signalisiert Google die bevorzugte Original-URL, ohne dass die Duplikatseite vollständig aus dem Index verschwindet oder ihr PageRank verloren geht. Dieser wird stattdessen auf die kanonische Seite konsolidiert:
<link rel="canonical" href="...">
Für Duplicate Content, der aus URL-Parametern, Filterkombinationen oder mehrsprachigen Varianten entsteht, ist Canonical daher häufig die technisch sauberere Wahl gegenüber Noindex.
Häufiger Fehler: Falsche Priorisierung der Tags
Ein verbreiteter Fehler ist, wichtige Seiten versehentlich zu blockieren, etwa durch eine zu weit gefasste Disallow-Regel in der robots.txt, die ganze Verzeichnisse statt einzelner URLs betrifft. Vor jeder Änderung an robots.txt oder Noindex-Tags sollte über die Google Search Console geprüft werden, welche URLs betroffen sind.
FAQ: Häufige Fragen zu Noindex, Nofollow und Disallow
Was ist der Unterschied zwischen Noindex und Disallow?
Noindex verhindert, dass eine Seite in den Suchergebnissen erscheint, erlaubt aber weiterhin das Crawling; Disallow verhindert das Crawling selbst, garantiert aber nicht, dass die Seite nicht dennoch als URL im Index auftaucht.
Was bewirkt "noindex, follow"?
Diese Kombination entfernt eine Seite aus dem Suchindex, lässt aber zu, dass ihre ausgehenden Links weiterhin gecrawlt werden und PageRank an die verlinkten Seiten weitergeben.
Sollte man Noindex und Disallow gleichzeitig verwenden?
In der Regel nicht, da eine disallowte Seite von Google gar nicht gecrawlt wird und das Noindex-Tag dadurch nicht gelesen werden kann – für eine zuverlässige Indexentfernung sollte die Seite crawlbar bleiben.
Ist ein Canonical-Tag besser als Noindex bei Duplicate Content?
Für die meisten Duplicate-Content-Fälle ist Canonical die sauberere Lösung, da es PageRank auf die Originalseite konsolidiert, statt ihn durch Noindex verloren gehen zu lassen.
Wofür eignet sich das Disallow-Tag besonders?
Disallow eignet sich für Login-Bereiche, große Mediendatenbanken und die gezielte Schonung des Crawl-Budgets bei umfangreichen Websites.
Bei Unsicherheit über die aktuelle Verwendung von Noindex-, Nofollow- und Disallow-Direktiven auf der eigenen Website unterstütze ich gerne im Rahmen eines SEO-Checks oder einer technischen SEO-Beratung.
Für individuelle Unterstützung beim Anlegen neuer Seiten oder der technischen Struktur einer Website steht ein kostenloses Erstgespräch zur Verfügung.
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